14. Februar 2012
glück gibt es in der gegenwart. nicht in der zukunft.
Als ich noch Deutschland war und es nicht erwarten konnte endlich afrikanischen Boden zu betreten, hielt ich es vor Vorfreude fast nicht aus. Endlich mal weg aus Deutschland. Dem allgegenwärtigen Druck entfliehen, doch bitte endlich mal zu wissen was ich werden soll, weil jeder andere es schon ewig weis.
Etwas total Neues zu erfahren. Neue Freundschaften zu schließen. Und ein großes Stück an Veränderung zu bekommen.
Ich dachte wirklich, "dort werde ich glücklich sein". Jedoch hab ich nicht daran gedacht, dass da wohin ich geh nun mal auch ich selbst dabei bin. Ich dachte, Veränderungen sind echt cool und machen voll Spaß. So was nennt man Naivität.
Wenn ein neuer Lebensabschnitt auf dem Vormarsch ist, beginnen die meisten Menschen vorzustellen wie glücklich sie sein werden. Sei es eine Freundin, das neue Auto, ein neues Haus oder ein neues Land.
Wenn ich Eines gelernt hab, dann ist es da glücklich zu sein wo man ist und sich nicht auf zukünftige Dinge zu vertrösten.
Ich denke oft an Zuhause. Da wo die Menschen sind die ich am meisten liebe und die auch mich am meisten lieben. Ich denke daran wie es sein wird, aus der Ankunftshalle des Flughafens mit meinem Koffer angerollt zu kommen und nach vielen Monaten endlich wieder meine Familie in die Arme zu schließen, auf einer deutschen Autobahn zu rasen und zu genießen dass es keine Schlaglöcher gibt, den Moment in dem ich auf die Elektrozündung meines Motorrads drücken werde und der liebevollen, kompromisslosen, tiefen männlichen Stimme des Motors zu lauschen und dabei meine Augen zu schließen, die erste eiskalte Flasche deutsches Bier in der Hand zu halten und jeder Zeit einfach zum McDonald's fahren zu können um einen Big Mac zu bestellen. Das sind Dinge, an die ich immer wieder denken muss. Da ist eine große Vorfreude in meinem Herzen. Und manchmal auch der trügerische Gedanke, dass ich dann glücklicher sein werde.
Da wo ich jetzt bin, da wo ich jetzt steh, wenn ich dort nicht glücklich bin, warum sollte ich dann woanders glücklicher sein?
Du sagst jetzt, "ja Philipp, so naiv kannst ja auch nur du sein." Aber denk doch mal scharf nach, dir ist es vielleicht nicht bewusst, aber die meisten Menschen denken genauso wie gedacht habe.
Wenn du glücklich sein willst, dann gib dich her für andere Menschen, verbring mit ihnen Zeit, bring dein Gewissen ins Reine und hör auf zu denken, es gäbe keinen Gott und dass du schon irgendwie durchkommst, dann am Schluss wenn du vor ihm stehst. Das ist dann wirklich Schwachsinn. Meinst du Jesus ist einfach umsonst mal so gestorben, dass du den größten Mist verzapfst und damit am Ende durchkommst? DAS ist naiv.
Glücklich sein heißt, mit den Menschen um dich herum im Reinen zu sein und vor Allem mit Gott. Und wenn du das nicht schaffst wo du gerade bist, warum solltest du es woanders schaffen? So etwas zu denken ist naiv. Das hier und jetzt ist was zählt. Nicht das nächste Jahr in dem alles besser sein wird.
Und wenn du keinen blassen Schimmer hast, was du machen sollst, dann frag einfach Jesus. Der weis Bescheid.
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wirklich sehr gut!
AntwortenLöschen*big like*
AntwortenLöschenIch vermiss Dich! Du bsit der Beste!!
AntwortenLöschenDas klingt nach ein Haufen tiefer Erfahrung, Philipp! Hab dich lieb!
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