So jetzt bin ich hier. In Kemondo schon seit dem 1. September. Das sind ein Monat und 15 Tage, nach Adam Riese.
Meine Aufgaben hier hab ich euch eigentlich schon einmal gesagt, aber vorsichtshalber sag ich sie nochmals. Busfahrten, Krankenhausfahrten, alles dabei. Hausaufgabenbetreuung. ABC. Bis die Nerven fast zerreißen lerne ich das ABC. Und zwar das englische und das is ja schwer. NICHT.
Also fÜr die Kids anscheinend schon. Zumindest für meine 2 Spezialisten, die auch noch Zwillinge sind. Naja mit sowas hab ich eben hier zu kämpfen.
Mir geht es gut. Ich hab mich eingelebt und bin jetzt so ziemlich voll dabei. Ich bekomm oft Besuch von den Jungs hier im Kinderdorf. Hier in Afrika kommt man eben einfach mal vorbei, ohne sich anzumelden. Das ist hier Kultur.
Das WG-Leben ist interessant und lustig. Wir essen fast immer gemeinsam. Eigentlich immer.
Ich bin der Hahn im Korb. Der Prinz Charming und das Haupt der Familie. Ich bin einfach der Chef hier. Das ist mal ne ganz neue Erfahrung als einziger Mann mit 4 Frauen. Chef war ich ja schon daheim.
"Es will bestimmt jeder was wir so für Klo-Probleme haben", lautet die Stellungnahme einer Kontaktperson die nicht genannt werden will. Also das Klo war jetzt schon paar mal verstopft. Es ist ja kein Wunder. Das sag nicht weil wir so einen guten Stuhlgang haben. Nein. Es ist deswegen, weil das Abflussrohr das aus der Mauer nach draußen führt, einfach in ein anderes Rohr "gelegt" wurde, also nicht fest verschlossen. Und hin und wieder mal, gelangt dann irgendwie ein Stein hinein und dann haben wir die Kacke am Dampfen.
Also konnten wir das Klo jetzt schon zweimal für jeweils fast einanderthalb Tage nicht benutzen.
So ist das Leben hier.
Abgesehene von den Kakerlaken in der Küche, weswegen wir jeden Samstag alles aus den Schränken räumen und sauber machen, dem Leguan oder der Ratte auf dem Dachboden, weswegen man schon mal Nachts hochschreckt, dass manchmal kein Wasser aus der Leitung kommt, ist das Leben hier wirklich gut und schön.
Die Flora und Fauna hier ist ziemlich der Hammer und das Internet richtig Mist. [zumindest auf dem Labtop]
So jetzt hab ich genug gesagt für die nächsten Wochen.
Seruvs!
Wenn da Rechtschreibfehler drin sind, is es mir egal.
15. November 2011
6. Oktober 2011
Geduld. Die müsst ihr mit mir haben. Ich hab sie auch mit den Afrikanern und mit dem Internet hier. Zumindest tue ich so.
Spaß beiseite jetzt. Ich hab endlich seit Wochen wieder Internetzugang auf meinem Labtop und kann somit meinen Blog updaten.
Seit dem 14. September ist einiges passiert, vieles hat sich verändert. Meine Umgebung ist jetzt nicht mehr die einer Großstadt, sondern die eines Dorfes. Die staubigen Umgebung ist jetzt einer saftig grünen, blühenden Fauna gewichen und macht Platz für ein kleines Gefühl Heimat. Das heiße Klima in Dar es Salaam, ist nun ein eher europäisches. Ein Pullover ist schon manchmal angebracht und wenn es regnet, dann regnet es wirklich.
Ich bin jetzt hier in Kemondo. Im Kemondo Orphan Care Center. Das ist ein Kinderdorf und ich bin mitten drin. Da gibt es das Blue House, das White House - jedoch ohne Obama -, das Green House, Yellow House und das Wuzungu House - also das Guest House, indem ich auch wohne. Dann gibts bestimmt noch paar Häuser, die ich jetzt nicht aufgezählt hab. Egal.
Was ich so mach? Ich bin Busfahrer (unter anderem). Ich fahre frühs um 6.40 Uhr eine "Fuhre" Kinder in die Schule und hole dabei gleich auch welche ab, da wir hier nämlich auch eine Schule haben. Um 12.30 Uhr und um 14.45 Uhr darf ich dann nochmal jeweils eine Tour machen. Zwischen drin ist es noch ganz relaxed, denn Andrea, der ich im Büro dann vormittags helfen soll, ist gerade in der Heimat für ein paar Wochen.
Bis jetzt hält sich der Stress in Grenzen. Ein bisschen Basketball spieln, den Flur im Haus streichen. Aber wenn ich dann meine Trommelgruppe starte, bei den Pfadfindern mithelfe, sonntags Spiele für die Kids mitorganisiere und unter Woche Hausaufgabenbetreuung mache, dann gehts richtig los.
Dienstag ist unser Stadttag. Da gehen wir alle, also Debbi, Anna, Gerta, Paul, Eleneka und Ich nach Bukoba in die nächst größere Stadt und kaufen was zum Essen und was wir so brauchen.
So spielt das Leben hier. Deutschland ist weit weg, aber trotzdem in meinen Gedanken.
Über Kommentare oder Mails freue ich mich sehr!
Bis bald mal wieder.
Spaß beiseite jetzt. Ich hab endlich seit Wochen wieder Internetzugang auf meinem Labtop und kann somit meinen Blog updaten.
Seit dem 14. September ist einiges passiert, vieles hat sich verändert. Meine Umgebung ist jetzt nicht mehr die einer Großstadt, sondern die eines Dorfes. Die staubigen Umgebung ist jetzt einer saftig grünen, blühenden Fauna gewichen und macht Platz für ein kleines Gefühl Heimat. Das heiße Klima in Dar es Salaam, ist nun ein eher europäisches. Ein Pullover ist schon manchmal angebracht und wenn es regnet, dann regnet es wirklich.
Ich bin jetzt hier in Kemondo. Im Kemondo Orphan Care Center. Das ist ein Kinderdorf und ich bin mitten drin. Da gibt es das Blue House, das White House - jedoch ohne Obama -, das Green House, Yellow House und das Wuzungu House - also das Guest House, indem ich auch wohne. Dann gibts bestimmt noch paar Häuser, die ich jetzt nicht aufgezählt hab. Egal.
Was ich so mach? Ich bin Busfahrer (unter anderem). Ich fahre frühs um 6.40 Uhr eine "Fuhre" Kinder in die Schule und hole dabei gleich auch welche ab, da wir hier nämlich auch eine Schule haben. Um 12.30 Uhr und um 14.45 Uhr darf ich dann nochmal jeweils eine Tour machen. Zwischen drin ist es noch ganz relaxed, denn Andrea, der ich im Büro dann vormittags helfen soll, ist gerade in der Heimat für ein paar Wochen.
Bis jetzt hält sich der Stress in Grenzen. Ein bisschen Basketball spieln, den Flur im Haus streichen. Aber wenn ich dann meine Trommelgruppe starte, bei den Pfadfindern mithelfe, sonntags Spiele für die Kids mitorganisiere und unter Woche Hausaufgabenbetreuung mache, dann gehts richtig los.
Dienstag ist unser Stadttag. Da gehen wir alle, also Debbi, Anna, Gerta, Paul, Eleneka und Ich nach Bukoba in die nächst größere Stadt und kaufen was zum Essen und was wir so brauchen.
So spielt das Leben hier. Deutschland ist weit weg, aber trotzdem in meinen Gedanken.
Über Kommentare oder Mails freue ich mich sehr!
Bis bald mal wieder.
wieder da
Geduld. Die müsst ihr mit mir haben. Ich hab sie auch mit den Afrikanern und mit dem Internet hier. Zumindest tue ich so.
Spaß beiseite jetzt. Ich hab endlich seit Wochen wieder Internetzugang auf meinem Labtop und kann somit meinen Blog updaten.
Seit dem 14. September ist einiges passiert, vieles hat sich verändert. Meine Umgebung ist jetzt nicht mehr die einer Großstadt, sondern die eines Dorfes. Die staubigen Umgebung ist jetzt einer saftig grünen, blühenden Fauna gewichen und macht Platz für ein kleines Gefühl Heimat. Das heiße Klima in Dar es Salaam, ist nun ein eher europäisches. Ein Pullover ist schon manchmal angebracht und wenn es regnet, dann regnet es wirklich.
Ich bin jetzt hier in Kemondo. Im Kemondo Orphan Care Center. Das ist ein Kinderdorf und ich bin mitten drin. Da gibt es das Blue House, das White House - jedoch ohne Obama -, das Green House, Yellow House und das Wuzungu House - also das Guest House, indem ich auch wohne. Dann gibts bestimmt noch paar Häuser, die ich jetzt nicht aufgezählt hab. Egal.
Was ich so mach? Ich bin Busfahrer (unter anderem). Ich fahre frühs um 6.40 Uhr eine "Fuhre" Kinder in die Schule und hole dabei gleich auch welche ab, da wir hier nämlich auch eine Schule haben. Um 12.30 Uhr und um 14.45 Uhr darf ich dann nochmal jeweils eine Tour machen. Zwischen drin ist es noch ganz relaxed, denn Andrea, der ich im Büro dann vormittags helfen soll, ist gerade in der Heimat für ein paar Wochen.
Bis jetzt hält sich der Stress in Grenzen. Ein bisschen Basketball spieln, den Flur im Haus streichen. Aber wenn ich dann meine Trommelgruppe starte, bei den Pfadfindern mithelfe, sonntags Spiele für die Kids mitorganisiere und unter Woche Hausaufgabenbetreuung mache, dann gehts richtig los.
Dienstag ist unser Stadttag. Da gehen wir alle, also Debbi, Anna, Gerta, Paul, Eleneka und Ich nach Bukoba in die nächst größere Stadt und kaufen was zum Essen und was wir so brauchen.
So spielt das Leben hier. Deutschland ist weit weg, aber trotzdem in meinen Gedanken.
Über Kommentare oder Mails freue ich mich sehr!
Bis bald mal wieder.
Philipp aus der Ferne.
Spaß beiseite jetzt. Ich hab endlich seit Wochen wieder Internetzugang auf meinem Labtop und kann somit meinen Blog updaten.
Seit dem 14. September ist einiges passiert, vieles hat sich verändert. Meine Umgebung ist jetzt nicht mehr die einer Großstadt, sondern die eines Dorfes. Die staubigen Umgebung ist jetzt einer saftig grünen, blühenden Fauna gewichen und macht Platz für ein kleines Gefühl Heimat. Das heiße Klima in Dar es Salaam, ist nun ein eher europäisches. Ein Pullover ist schon manchmal angebracht und wenn es regnet, dann regnet es wirklich.
Ich bin jetzt hier in Kemondo. Im Kemondo Orphan Care Center. Das ist ein Kinderdorf und ich bin mitten drin. Da gibt es das Blue House, das White House - jedoch ohne Obama -, das Green House, Yellow House und das Wuzungu House - also das Guest House, indem ich auch wohne. Dann gibts bestimmt noch paar Häuser, die ich jetzt nicht aufgezählt hab. Egal.
Was ich so mach? Ich bin Busfahrer (unter anderem). Ich fahre frühs um 6.40 Uhr eine "Fuhre" Kinder in die Schule und hole dabei gleich auch welche ab, da wir hier nämlich auch eine Schule haben. Um 12.30 Uhr und um 14.45 Uhr darf ich dann nochmal jeweils eine Tour machen. Zwischen drin ist es noch ganz relaxed, denn Andrea, der ich im Büro dann vormittags helfen soll, ist gerade in der Heimat für ein paar Wochen.
Bis jetzt hält sich der Stress in Grenzen. Ein bisschen Basketball spieln, den Flur im Haus streichen. Aber wenn ich dann meine Trommelgruppe starte, bei den Pfadfindern mithelfe, sonntags Spiele für die Kids mitorganisiere und unter Woche Hausaufgabenbetreuung mache, dann gehts richtig los.
Dienstag ist unser Stadttag. Da gehen wir alle, also Debbi, Anna, Gerta, Paul, Eleneka und Ich nach Bukoba in die nächst größere Stadt und kaufen was zum Essen und was wir so brauchen.
So spielt das Leben hier. Deutschland ist weit weg, aber trotzdem in meinen Gedanken.
Über Kommentare oder Mails freue ich mich sehr!
Bis bald mal wieder.
Philipp aus der Ferne.
14. September 2011
So.
Seit gestern hab ich wieder Internet.
Wir waren nämlich in der City von Dar Es Salaam. Ja genau! In DEM Dar Es Salaam.
Nach dem Frühstück um 8.00 Uhr sind wir dann mit "Mama Tabea" nach Mwenge gebracht worden. Da gibt es einen "Busbahnhof". Ich weiß nicht wie ich das alles bildlich erklären kann, aber mit einem deutschen Busbahnhof, hat es weniger zu tun. Hier stehen dann nämlich dutzende Daladalas - oder wie die heißen - eben ziemlich kleine Busse, in die aber schon 30 Leute reinpassen. Dann wirds auch richtig kuschelig. Auf jeden Fall sind wir - das sind Paul, Anna, Gerta und ich - mit einem solchen Gefährt dann zur "Posta" gefahren. Das ist die Post in Dar Es Salaam. Klingt zwar komisch, ist aber so. Da haben wir uns mit Joseph getroffen, einer von den Jungen Männern der in einem der Häuser von Mama Tabea wohnt, welche sie leitet. Joseph hat uns dann ein bisschen herumgeführt, wir sind durch alle möglichen Straßen gelaufen. Man läuft einfach so, guten Mutes durch die Gegend und plötzlich ist da ein Loch, auf dem ein Gullideckel sein sollte. Joseph lacht nur und erzählt dann, er ist da schon mal reingefallen. :D Das ist eben eine richtige afrikanische Stadt, mit echten afrikanischen Leuten, auf echten afrikanischen Straßen. Einfach echt afrikanisch!
Und dann. Und dann fingen wir, zumindest Paul und ich, an uns richtig wohl zu fühlen, in dieser gemächlichen Kultur. Ich fühl mich jetzt nicht mehr ständig beobachtet oder irgendwie bedroht. Ich bin weiß und falle auf, aber ich muss ja deswegen nicht mit gesenktem Kopf durch die Gegend latschen und Angst vor den Blicken anderer haben. Nein, nein. So läuft das Nasshorn nicht!
Also langsam komm ich rein, in das Ganze. Bis jetzt bleibt der Kulturschock aus und ich hab auch Zweifel ob er jemals einsetzen wird.
Beste Grüße aus der Ferne!
Philipp
Seit gestern hab ich wieder Internet.
Wir waren nämlich in der City von Dar Es Salaam. Ja genau! In DEM Dar Es Salaam.
Nach dem Frühstück um 8.00 Uhr sind wir dann mit "Mama Tabea" nach Mwenge gebracht worden. Da gibt es einen "Busbahnhof". Ich weiß nicht wie ich das alles bildlich erklären kann, aber mit einem deutschen Busbahnhof, hat es weniger zu tun. Hier stehen dann nämlich dutzende Daladalas - oder wie die heißen - eben ziemlich kleine Busse, in die aber schon 30 Leute reinpassen. Dann wirds auch richtig kuschelig. Auf jeden Fall sind wir - das sind Paul, Anna, Gerta und ich - mit einem solchen Gefährt dann zur "Posta" gefahren. Das ist die Post in Dar Es Salaam. Klingt zwar komisch, ist aber so. Da haben wir uns mit Joseph getroffen, einer von den Jungen Männern der in einem der Häuser von Mama Tabea wohnt, welche sie leitet. Joseph hat uns dann ein bisschen herumgeführt, wir sind durch alle möglichen Straßen gelaufen. Man läuft einfach so, guten Mutes durch die Gegend und plötzlich ist da ein Loch, auf dem ein Gullideckel sein sollte. Joseph lacht nur und erzählt dann, er ist da schon mal reingefallen. :D Das ist eben eine richtige afrikanische Stadt, mit echten afrikanischen Leuten, auf echten afrikanischen Straßen. Einfach echt afrikanisch!
Und dann. Und dann fingen wir, zumindest Paul und ich, an uns richtig wohl zu fühlen, in dieser gemächlichen Kultur. Ich fühl mich jetzt nicht mehr ständig beobachtet oder irgendwie bedroht. Ich bin weiß und falle auf, aber ich muss ja deswegen nicht mit gesenktem Kopf durch die Gegend latschen und Angst vor den Blicken anderer haben. Nein, nein. So läuft das Nasshorn nicht!
Also langsam komm ich rein, in das Ganze. Bis jetzt bleibt der Kulturschock aus und ich hab auch Zweifel ob er jemals einsetzen wird.
Beste Grüße aus der Ferne!
Philipp
10. September 2011
black and white.
Nur
weil ich weiß bin. Den Spruch schon mal gehört?
Ich
glaub nicht. Normalerweise wird dieser Spruch auf Menschen mit schwarzer
Hautfarbe angewandt und soll dann ausdrücken, dass diese im Nachteil sind. In
Hinsicht auf gesellschaftliche Stellung, Geld, Lebensniveau, Bildung und so
weiter. Hier jedoch bekommt dieser Spruch ein ganz andere Bedeutung für mich.
Auf einmal ist man in der Minderheit. Ständig hat man das Gefühl beobachtet zu
werden, wenn man normal auf der Straße läuft. Ständig schaue ich mich um. Ich
kenne diese Menschen nicht und weiß nicht was genau sie denken, wenn sie einen
Weißen sehen. Es ist normal, dass ein Weißer viel Geld hat. Unser Lebensniveau
in Europa ist mit dem Niveau hier nicht zuvergleichen. Wenn sie unsere Häuser
daheim im fernen Deutschland sehen könnten, müssten sie schlussfolgern, wir
wären Millionäre. Was für uns normal ist, ist für sie ein Traum. Und was für
sie normal ist, ist für uns ein Albtraum. Unsere luxuriöse Umgebung im
geliebten Deutschland hat uns verhätschelt. Wir haben den Blick dafür verloren,
was es auf dieser Welt gibt. Wir haben uns sagen lassen, dass es uns glücklich
macht, viel zu besitzen und wir glauben es. Wenn man hier durch die Straßen
schlendert, bekommt man dreckige Füße. Außer man läuft auf der Hauptstraße, die
ist nämlich geteert. Sofort denken wir: "Man, denen geht es schlecht, die
haben ja nichts."
Ich
sage jedoch sie haben etwas. Sie haben Leben. Einige sind sogar so nett, dass
sie uns auf Englisch ansprechen und wir uns mit ihnen unterhalten, einfach weil
es toll ist, etwas von anderen Menschen zu erfahren.
Ich
kann nicht genau beschreiben, was ich fühle, wenn ich diese Menschen sehe. Ich
will sie kennenlernen, ihre Geschichte hören. Doch das geht nicht so leicht.
Eben weil ich weiß bin. Sofort bin ich höher gestellt, falle auf, was mich nur
verwundbar macht. Ich mag es nicht, wenn Blicke auf mich treffen, aber keiner
mir wirklich ins Gesicht schaut. Ich kann jetzt verstehen, wie man sicher als
Schwarzer fühlt in einer "weißen Umgebung". Man liegt auf dem
Präsentierteller, was man gar nicht will. Eigentlich will ich genauso wie sie
die Straße entlang laufen, an einem Laden stehen bleiben, mich einfach kurz mal
unterhalten. Aber des geht nicht. Warum? Weil ich weiß bin. Ich will gar nicht
auffallen in der Masse. Einfach nur ein Teil von dem großen Ganzen sein. Einer
von vielen. Doch ich bin DER Weiße.
Ich
bin da um zu helfen. Und ich werde tun was ich kann.
5. September 2011
Neuer Tag, neues Glück.
Gestern sind wir zuerst mit dem "Bus" zu einem Gottesdienst gefahren. "Bus" deshalb, weil da alles mitfährt. Fisch und Mensch. Diese Fahrzeuge gleichen eher einem größerem VW-Bus und es gibt ziemlich viele davon. Wir sind natürlich nicht allein gefahrn, sondern Mama Florence war mit dabei und die weiß Bescheid!
Der Gottesdienst hat 3 Stunden gedauert, wobei ich wahrscheinlich fast eine dreiviertel Stunde verschlafen hab, weil ich einfach bisschen müde war. Die tanzen da richtig toll und das hat mir natürlich sofort gefallen und hab auch gleich mitgemacht.
Ok. Paul singt mich gerade ziemlich laut an. :D
Den restlichen Tag haben wir an dem schönsten Strand der Welt verbracht. Mama Tabea war mit "ihren Jungs" dabei. Das sind Jugendliche die gemeinsam unter Leitung von Mama Tabea in einem Haus wohnen. Jeder von ihnen studiert, arbeitet oder geht anderweitig auf eine Schule. "Mama" ist hier das Wort für "Mrs." oder "Miss". Da weißte Bescheid! Achja Mama Tabea ist cool und sie ist auch deutsch und in Folge dessen auch weiß. Nur damit ihr einen kleinen Überblick habt.
Der Strand ist wunderschön und das Meer ist klar und warm. Aber es gibt hier Haie. Da die auch Kisuaheli sprechen, ist es gut das wir das auch lernen, somit kann ich denen dann sagen, dass obwohl ich ein ganz ein Süßer bin, ja doch nicht gut schmecke.
Übrigens ich bin Kaka Philipp. Das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwie wie Sch**** aussehe. Nein! Kaka bedeutet Bruder auf Kisuaheli und Dada heißt Schwester.
Gerade warten wir auf Mama Florence damit unser Sprachkurs weitergeht. Aber ich sag nur: "TIA". This Is Afrika! Sie sagte sie kommt um 9 Uhr. Jetzt ist es 11:27 Uhr. Damit hab ich kein Problem. Somit hab ich nämlich Zeit euch wissen zulassen, wie hier das Nasshorn läuft!
Gestern sind wir zuerst mit dem "Bus" zu einem Gottesdienst gefahren. "Bus" deshalb, weil da alles mitfährt. Fisch und Mensch. Diese Fahrzeuge gleichen eher einem größerem VW-Bus und es gibt ziemlich viele davon. Wir sind natürlich nicht allein gefahrn, sondern Mama Florence war mit dabei und die weiß Bescheid!
Der Gottesdienst hat 3 Stunden gedauert, wobei ich wahrscheinlich fast eine dreiviertel Stunde verschlafen hab, weil ich einfach bisschen müde war. Die tanzen da richtig toll und das hat mir natürlich sofort gefallen und hab auch gleich mitgemacht.
Ok. Paul singt mich gerade ziemlich laut an. :D
Den restlichen Tag haben wir an dem schönsten Strand der Welt verbracht. Mama Tabea war mit "ihren Jungs" dabei. Das sind Jugendliche die gemeinsam unter Leitung von Mama Tabea in einem Haus wohnen. Jeder von ihnen studiert, arbeitet oder geht anderweitig auf eine Schule. "Mama" ist hier das Wort für "Mrs." oder "Miss". Da weißte Bescheid! Achja Mama Tabea ist cool und sie ist auch deutsch und in Folge dessen auch weiß. Nur damit ihr einen kleinen Überblick habt.
Der Strand ist wunderschön und das Meer ist klar und warm. Aber es gibt hier Haie. Da die auch Kisuaheli sprechen, ist es gut das wir das auch lernen, somit kann ich denen dann sagen, dass obwohl ich ein ganz ein Süßer bin, ja doch nicht gut schmecke.
Übrigens ich bin Kaka Philipp. Das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwie wie Sch**** aussehe. Nein! Kaka bedeutet Bruder auf Kisuaheli und Dada heißt Schwester.
Gerade warten wir auf Mama Florence damit unser Sprachkurs weitergeht. Aber ich sag nur: "TIA". This Is Afrika! Sie sagte sie kommt um 9 Uhr. Jetzt ist es 11:27 Uhr. Damit hab ich kein Problem. Somit hab ich nämlich Zeit euch wissen zulassen, wie hier das Nasshorn läuft!
2. September 2011
Servus!
Ein neuer Tag in Afrika. Die Straßen sind einfach nur traumhaft. Traumhaft holprig. Heute waren wir in Dar Es Salaam Innenstadt und es ist jedesmal ein Wunder wie Markus, unser neuer Freund, der echt cool drauf ist, durch die Straßen rauscht und das auch noch bei Linksverkehr. Es gibt hier Schlaglöcher, die würden in Deutschland Krater genannt.
Gestern sind wir abends an den Strand gefahrn alle zusammen. Das sind Paul, Anna, Greta, Debbie und Markus (beide Kinder von unserem Vorgesetzten) und meine Wenigkeit.
Als wir dann einen Fußball auspackten, kamen gleich alle möglichen Jugendlichen und haben da gleich mitgespielt. Wir hatten mehr Spaß als eine sinnvolle Spielaufstellung, beziehungsweise wussten wir nicht mit wem wir überhaupt spielen. Aber die Leute sind hier einfach total offen und nett. Ich bin jetzt schon auf einigen Fotos mit irgendwelchen Afrikanern. :D
DAS war lustig! Auf einmal wollte jeder mit mir ein Bild. Da sag ich natürlich nicht nein!
Paul hat gerade eine Mücke gekillt und ist jetzt ganz stolz auf sich. Fotos dazu folgen.
Morgen geht es weiter mit dem Kisuaheli-Sprachkurs, der ab heute nur für uns von "Mama Florence" gehalten wird. Am 22. September geht es dann weiter zum Viktoriasee. Soweit weiß ich Bescheid!
Beste Grüße von Philipp und Paul: "tunawapenda!"
Achja: Ich kann Paul nicht davon abhalten halbnackt mit Lendenschurz durch die Gegend zu laufen.
Ein neuer Tag in Afrika. Die Straßen sind einfach nur traumhaft. Traumhaft holprig. Heute waren wir in Dar Es Salaam Innenstadt und es ist jedesmal ein Wunder wie Markus, unser neuer Freund, der echt cool drauf ist, durch die Straßen rauscht und das auch noch bei Linksverkehr. Es gibt hier Schlaglöcher, die würden in Deutschland Krater genannt.
Gestern sind wir abends an den Strand gefahrn alle zusammen. Das sind Paul, Anna, Greta, Debbie und Markus (beide Kinder von unserem Vorgesetzten) und meine Wenigkeit.
Als wir dann einen Fußball auspackten, kamen gleich alle möglichen Jugendlichen und haben da gleich mitgespielt. Wir hatten mehr Spaß als eine sinnvolle Spielaufstellung, beziehungsweise wussten wir nicht mit wem wir überhaupt spielen. Aber die Leute sind hier einfach total offen und nett. Ich bin jetzt schon auf einigen Fotos mit irgendwelchen Afrikanern. :D
DAS war lustig! Auf einmal wollte jeder mit mir ein Bild. Da sag ich natürlich nicht nein!
Paul hat gerade eine Mücke gekillt und ist jetzt ganz stolz auf sich. Fotos dazu folgen.
Morgen geht es weiter mit dem Kisuaheli-Sprachkurs, der ab heute nur für uns von "Mama Florence" gehalten wird. Am 22. September geht es dann weiter zum Viktoriasee. Soweit weiß ich Bescheid!
Beste Grüße von Philipp und Paul: "tunawapenda!"
Achja: Ich kann Paul nicht davon abhalten halbnackt mit Lendenschurz durch die Gegend zu laufen.
31. August 2011
Turkish Airlines sind einfach die Besten! Ein Hammer-Menü, Kopfhörer umsonst und geile Mucke! :D
Gerade warte ich mit Anna auf Paul, in Istanbul. Sollte eigentlich schon längst da sein. Sowas!
In wenigen Stunden geht es dann weiter, wieder mit Turkish Airlines und zwar um 17.15 deutsche Ortszeit und kommen dann um 2.30 Uhr + 1 Stunde in Dar Es Salaam an. Schau ma mal!
Bis dahin. Servus!
Gerade warte ich mit Anna auf Paul, in Istanbul. Sollte eigentlich schon längst da sein. Sowas!
In wenigen Stunden geht es dann weiter, wieder mit Turkish Airlines und zwar um 17.15 deutsche Ortszeit und kommen dann um 2.30 Uhr + 1 Stunde in Dar Es Salaam an. Schau ma mal!
Bis dahin. Servus!
27. August 2011
Dinge rennen mir durch den Kopf. Pack zwei Koffer für ein Jahr.
Man kann alles reinstopfen, das ist einfach oder man erstellt eine Liste für jede Sache die man einpackt.
Aber wie pack ich die Dinge in den Koffer die ich nicht anfassen kann?
Wie nehme ich das Gefühl mit "daheim zu" sein? Gedanken passen in keinen Koffer. Ein Foto kann nicht die Erinnerung, die Gefühle wiedergeben. Es ist nur ein Versuch etwas zu erklären, das eigentlich zu komplex ist.
Die Tage sind gezählt und die Dinge, die mir am wertvollsten sind, lasse ich zurück.
Man kann alles reinstopfen, das ist einfach oder man erstellt eine Liste für jede Sache die man einpackt.
Aber wie pack ich die Dinge in den Koffer die ich nicht anfassen kann?
Wie nehme ich das Gefühl mit "daheim zu" sein? Gedanken passen in keinen Koffer. Ein Foto kann nicht die Erinnerung, die Gefühle wiedergeben. Es ist nur ein Versuch etwas zu erklären, das eigentlich zu komplex ist.
Die Tage sind gezählt und die Dinge, die mir am wertvollsten sind, lasse ich zurück.
22. August 2011
Der Busch ruft. Ich kann die Trommeln hören. Wer bin ich und wer werde ich sein? Was ist ein Jahr und wie lange dauert es wirklich?
Wann ist ein Abenteuer auch ein Abenteuer? Was ich erlebe, werde ich leben, was ich habe werde ich geben.
Freiheit geht vor Sicherheit. Wenn ich groß bin werde ich Abenteurer und morgen bin ich groß. Eine lange Reise steht vor mir. Ein kurzer Blick zurück. Wer zögert verliert. Schritt für Schritt.
Ein Entscheidungsjahr? Eine tiefe Veränderung. Oder zwei. Vielleicht auch drei.
Keine Angst, kein Zweifel. Einzig und allein die Gewissheit, dass es gut wird. Denn der Plan ist perfekt und es ist Sein Plan. Der Plan des Höchsten.
Tansania. Stereotypen werden vernichtet und Vorurteile aus dem Weg geräumt.
Philipp kommt mit Verstärkung, denn Paul ist mit dabei und mit Anna sind wir drei.
Tansania. Ich zähle die Tage, es sind nicht mehr viele.
Abonnieren
Kommentare (Atom)

